Viel ansteckender als zuvor: Das Coronavirus mutiert in Europa!

Deutschland/USA – Dass Viren mit der Zeit mutieren, ist etwas ganz Normales. Meistens hat das keine Auswirkungen auf die Krankheit selbst. Anders ist das beim neuen Coronavirus!

Wie ein Team aus mehreren Forschern aus dem US-Bundesstaat Florida entdeckte, gibt es schon jetzt eine leicht abgeänderte Form der neuartigen Lungenkrankheit, die sich rasanter verbreitet als das bisherige Virus.

Die Forscher tauften die Mutation D614G und berichteten im Fachportal “Scripps Research” darüber.

Demnach trete die neue Form des Coronavirus vor allem in Europa und Nordamerika auf. Das erste Mal überhaupt wurde es sogar in Deutschland nachgewiesen.

Die Experten stellten fest, dass die Betroffenen der D614G-Corona-Mutation besonders stark von dem neuen Virus befallen waren.

Auf den Rachen-Abstrichen fanden sich viel mehr Viren, als bei anderen Corona-Patienten. 

Krankheitsverlauf ähnlich, aber größere Reichweite

Eine weitere Erkenntnis der Wissenschaftler: Das Virus findet sich nicht nur im Rachen häufiger. Sobald ein Patient daran erkrankt, steckt er sein Umfeld auch viel schneller damit an, als es bisher üblich war. “Wann immer diese Mutation eine Population erreichte, nahm ihre Häufigkeit rasant zu und in vielen Fällen wurde sie schon in wenigen Wochen die dominante Form”, erklärten die Forscher dazu.

So hatte das Virus scheinbar seinen Ursprung in Deutschland, war aber bereits im April die weit verbreitetste Variante in Europa, sind sich die Wissenschaftler sicher.

Grund dafür soll eine größere Produktion der Spike-Proteine, also der Zacken an der Außenwand des Virus, sein. Mit diesen Proteinen befallen die Viren die Zellen im Körper und zwingen sie zur Kopie des Virus.

Die Forscher konnten bei der D614G-Mutation eine vierfach bis fünffach höhere Anzahl an diesen Spike-Proteinen nachweisen.

So haben die Betroffenen nach dem Befall mehr solcher Viren im Körper und verteilen auch entsprechend mehr Coronaviren.

Auch, wenn dadurch mehr Menschen an der Lungenkrankheit erkranken, konnten die Wissenschaftler keinen schlimmeren Krankheitsverlauf feststellen. Die Todesrate blieb ebenso unverändert.

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